Dienstag, 3. Februar 2009

Zweite Woche

Dann mal weiter im Text, nachdem das neugierige Manati mich darauf hinwies, dass nix neues im Blog stehe. (Sei nicht so ungeduldig!)



Die letzte Woche fing an, wie die vorletzte aufhörte: ohne Stress. Nicht mal als ich Dienstag den ersten richtigen Unitag hatte- warum auch? Diejenigen unter euch, die auch schon in Sprachkursen mit Lektorinnen aus den nordischen Landen gegessen haben, wissen schon, dass diese Lektorinnen immer besonders nett und immer gut drauf sind (ja bussemand, ausser Ursula (Dänischlektorin in BS)). Hier ist es nicht anders, es werden keine strafenden Blicke wie noch zu Karins Zeiten (ehemalige Schwedischlektorin in BS, ihre Blicke konnten töten) verteilt, sondern es geht langsam und fröhlich voran. Irgendwie muss mich das veranlasst haben, ganz unbewusst natürlich, dass ich meine Hausaufgaben "vergessen" habe (ich hab hier ja leider keinen Hund, der mir als Ausrede dienen könnte). Ich würde mich ja selber tadeln, dass ich nicht mal in der zweiten Woche so etwas wie Motivation aufbringen kann, doch... was ist schon wieder Motivation?

Aber es ist ja nicht so, dass ich nichts lerne, ich lerne täglich, da ich ja immer brav Schwedisch stottere. Um meinem tiefschlafenden Hirn etwas Äktschn zu bieten, bin ich Mittwoch dann in die Frescatihalle (Harald, Frescati und nicht Farasi), so heisst die Sporthalle hier aufm Campus, zum Sport. Da war aber trotz grossen Ankündigungen so richtig gar nix los. Ich spielte bissi Badminton mit 2 Deutschen, vowon ich trotzdem Muskelkater bekam, und haute bald mal ab, um den hier ansässigen Boxclub aufzusuchen. Ich fand ihn auch, allerdings war alles zu, da zu der Zeit gerade kein Training stattfand. Da ich aber weiterhin mit den Verantwortlichen in Kontakt stehe, hoffe ich meine müden Knochen in Zukunft dort bissi in Schwung bringen zu können.

Abends war ich dann wieder in dem komischen Student`s Pub und wurde promt für eine Schwedin gehalten- so schnell kann es gehen. Ich versuchte den übermotivierten Australiern dann zu erklären, dass ich aus der Schweiz komme, woraufhin sie mich zu einem bavarian breakfast next week einluden...

Nach wie vor war nix los, also fing ich Freitag endlich mit dem Joggen an. Es war kalt, der Schnee knirschte und es machte richtig Spass! Unweit von meinem Heim beginnt nämlich ein kleiner Wald, sodass man sich ziemlich schnell der Natur nahe fühlt. Das beste daran ist, dass ich dort auch Hunde (nicht diese Hamster der Grosstadt), die allerdings netterweise immer angeleint sind (muss wohl so sein?!), aber keine Elche (so face to face muss ich die doch nicht haben) sehe.
Nach einer kleinen Shoppingtour mit einer Deutschen aus meinem Kurs in Söder (Süden der Stadt, hat viele kleine Läden) ging ich abends mit einer Finnin, die auch Rock und Heavy Metal hört, in den Anchor. Das Wochenbier war Karhu (Eumels, erinnert ihr euch an was?) und kostete den ganzen Abend nur 35 SEK (0,5L Flaschenbier für 6 Franken, kann man ned meckern) und Eintritt war auch umsonst. Lars kam auch irgendwann und dann spielte auch noch eine Pantera-Coverband. Ein gelungener Abend also.

Samstag kam Marco aus Tranås, um mit Lars und mir einen drauf zu machen. Er fuhr mich auch zu IKEA, damit ich dort ne Matte/Matratze kaufen konnte (die Gratisbusse fahren nämlich nur Mo-Fr, allerdings stand ich dann schon an der Haltestelle...). Der Abend war lustig und das Bier wurde im Laufe des abends immer teurer, allerdings kann ich nicht berichten, wie es sich auf dieser Matte schläft, da Marco am Abend dann doch spontan beschloss mit einer Schwedin mitzugehen, die wir am gleichen Abend kennen gelernt hatten. (Zipfels, d.h. ihr könnt schon zu 4 bei mir antanzen, 2 von euch schlafen einfach ausser Haus, so einfach gehts).

Sonntag wurde gejoggt und nach einem kitchen meeting mit meinen corridor mates die Küche geputzt, womit der Gammelfaktor im Kühlschrank auch schlagartig abnahm.

Ansonsten wird es gemächlich weiter gehen, in der Hoffnung, dass ich bis Sommer mein Lauftempo um ein vielfaches steigern konnte (Dänsing, die Laufgruppe hier fängt erst Ende März an und man muss 3-4 km am Stück joggen können... das war in good old Basöl ja noch ganz anders. Btw. ich gratuliere Nadja hiermit ganz herzlich zum Geburtstag: grattis på födelsedagen!). Das tolle ist, dass ich beim Laufen meine direkte Umgebung besser kennen lerne und schon ganz viele schöne Ort gefunden hab, an denen man im Sommer sicher schön Bier trinken und sich so richtig in Schweden fühlen kann.

So morgen gehts in das bessere, aber unbekanntere Student`s Pub, mal sehen wie es wird, Donnerstag und Freitag sind auch verplant (u.a. mit einem Corridor Dinner, ja, so heisst das hier) ja und nächste Woche kommt dann schon der erste Besuch, wobei ich das "schon" ehrlicherweise durch ein "eeeeeeendlich" ersetze! :D



So, zufrieden (Mami? Ich werde in Zukunft aber nicht immer alles hinschreiben, interessiert doch keinen).



Und da es hier ja auch so etwas wie Sonne gibt (erst kürzlich herausgefunden), werden sicher auch bald mehr Fotos folgen.



ha det så bra!

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