(Mirka (Besuch aus Finnland), Krista und Ulrika (FIN))
...hab mich wieder mal hingelegt und anstatt Hilfe zu bekommen, musste ich der lachenden Tilla versprechen, das Bild in den Blog zu laden
Zwei Wochen sind vergangen und es war so einiges los. Nachdem ich vorletzte Woche musikalisch gesehen etwas fremd gegangen war, steppte in der Woche darauf dann dafür so richtig der metallische Bär. Will heissen: ich war zuerst an einem Konzert von Hogni Hrafn-ichbineinkomischerVogel-irgendwas, dem Gitarristen von Sígur Rós (Island), der ein magersüchtiges Bübli mit überdimensionaler (im Verhältnis zu ihm) Gitarre war. Die Heulboje war so schrecklich, da half es nicht einmal, dass das Konzert gratis war (wohl eben darum). Am Wochenende darauf liess ich mich dann von meinen Finnen-Homies in so ein Club-Gedöns auf Söder schleppen. Da gabs verschiedene Räume mit verschiedener Musik, dort half v.a. das Happy Hour an der Bar war. Da AC/DC am gleichen Wochenende in Stockholm spielten, war ich zwar ned die einzige Langhaarige, doch dennoch etwas fehl am Platz. Ev gerade deswegen war es umso witziger mit den Finnen, denen es auch ein Rätsel war, wie die Schweden so dermassen zu ihren komischen Liedern abgehen können.
Am Tag darauf gabs aufm Flur ne Geburtstagfete, Pavla sorgte für tschechisches Essen (ich ass also Sauerkraut und Knödel) und ihr eingeflogener Freund hatte v.a. etwas im Gepäck: Selbstgebrannten, den es natürlich auch vor dem ersten Knödel gab (aua). Irgendwann an diesem Abend machte ich mich noch mit den Franzosen zu ner Party auf, da wars doof, doch seitdem ziert ein Schwert mein Zimmer- toll was man alles so für Dekogegenstände in so nem Studiheim findet! (Mittlerweile habe ich auch wieder so was wie ne Pflanze- ein Geschenk einer Ex-Mitbewohnerin. Mal sehn, wie lange sie es macht, sieht aber schonmal robuster aus).
Sonst erweiterte ich mein Filmwissen (schaut euch slumdog millionaire an- wirklich toll) und beehrte das Students Pub mit all den Flur-Homies am Mittwoch.
Donnerstag gings dann endlich richtig los und mir plärrte Mille von Kreator "is there something following you?" in die zugestöpselten Ohren. Der Abend war trotz Pussy-Bier (3,5%) toll, mir steckte schliesslich noch der Mittwoch in den Knochen. Lars, Marco und ich hatten auch v.a. unseren Spass an den "visuals" von Kreator, denn egal wie sich "destroy what you destroy" (ja Kreator sind Poeten) anhört, wenn man gleichzeitig "mach kaputt was dich kaputt macht" liest, fragt man sich doch so einiges.
Freitag ging ich nach einem Hausfrauentag wieder an ein Konzert, diesmal aber auf Djurgården. Dort befindet sich auch ein Tivoli namens Gröna Lund, also schön mit Berg- und Talbahnen (so die Achterbahn auf schwedisch) und was so dazu gehört. Die Halle war ganz aus Holz und auf "härzig gemacht", passend dazu röhrten Cannibal Corpse ihre Lieder ins Mikro, bevor dann die Zwerge von Children of Bodom die Bühne stürmten. Ich stürmte da aber bald schon weg, fuhr mit nem Bus voller angesäuselter schwedischer Metaller ins Zentrum und holte Tilla und Sina ab, die aus London gekommen waren. Da es schon spät war, gabs ein paar Schlummerdrinks zu Haus, da die Küche sowieso wieder von Franzosen unsicher gemacht wurde. Samstag standen sight seeing inkl. Kanelbullar, Elche und Pippi Långstrump auf dem Programm, bevor es dann abends in grösserer Runde ins Rocks ging. Leider lässt meine Eitellkeit es nicht zu, dass ihr mehr Bilder zu sehen bekommt, wie hier schon veröffentlicht. Der Abend war auf jeden Fall extrem toll und sonst weiss ich gar nicht viel mehr zu berichten, ausser dass Tilla in der Küche noch Fränkische Grünkernsuppe von Mama kochte. Keine Ahnung was Grünkerne sind, doch sie verhindern offensichtlich Kopfweh. Darum konnten wir Sonntag auch einen tollen Winterspaziergang in Schnee mit Sonne machen. Tilla hatte das Gefühl, es sei Weihnachten und rutschte auf dem gefrorenen See rum. Am letzten Abend ging es dann in den Anchor zur Metal-Karaoke. Natürlich gehörten wir nur zu den Konsumenten und verzogen uns aufgrund des t-bana Fahrplans auch bei Zeiten ins Studiheim zurück. Gestern waren die beiden dann alleine unterwegs, da ich nervige Uni hatte. Nachdem ich sie dann zum Busterminal gebracht hatte, tröstete ich mich, indem ich mit den Finnen in ein Vegi-all-you-can-eat-Restaurang (so heisst das hier) ging. Montags bezahlen Studis eben nur 80 Kronen (8 Euro) und ich habe drei gehäufte Teller in meinen Magen gestopft. Es schmerzte sehr, doch wenigstens habe ich mir somit heute schon das Frühstück und das Mittagsessen gespart und Vampirbesuche muss ich in nächster Zeit auch nicht befürchten.
Allerdings war ich heute auch wieder mal joggen, nachdem es gestern so toll geschneit hatte und morgen werde ich mit dem Franzosen hier ins Basketballtraining gehen- kann ja was werden nach so langer Zeit!
Geniesst die Fasnacht zu Hause (hähä @Matze und Morgenstraich) und den vermeidlichen Frühling- könnt mich nämlich gar ned neidisch machen, ich find den Schnee noch immer toll und bin gar nicht mehr so ein Gfröhrli- ätsch!;-)

argh, blöder frühling. ich glaub ich komm spontan nächsten mittwoch zu dir hoch. schon was vor dann?
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